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18-06-2010 Sound of Poison
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image5_winceEs muß irgendwann Ende der 80er jahre gewesen sein, als wir mit dem Techno-Virus infiziert wurden. Der Summer of Love mit seinem giftigen acid House hing uns noch in den Knochen, da erklang ein völlig neuer Sound auf den dancefloors der Republik.

Produzenten aus Deutschland und den USA kreierten einen neuen Musikstil, der uns vom ersten Augenblick an faszinierte, verführte und mitriss und bis heute nicht mehr loslässt. Die Berliner Mauer war damals gerade gefallen, Deutschland gewann die Fußball-Weltmeisterschaft und eine Euphorie lag in der Luft für die Techno wie geschaffen war. Plötzlich schien alles möglich. Techno fand in Nischen statt und so startete der Poisonclub als Veranstaltungsreihe im legendären Ratinger Hof in der Düsseldorfer Altstadt. Hier waren bereits Wegbereiter von techno wie Kraftwerk odimage4_winceer DAF aufgetreten.

Parallel fanden die ersten Union Raves statt und die gewaltige Energie von Techno entfaltete sich wie ein Atompilz: Die Mayday und die Loveparade wuchsen in vorher unvorstellbare Größen. Wo vorher einige Hundert feierten, fanden sich plötzlich zehntausende oder gar hunderttausende ein, um euphorisch-extatische Happenings zu feiern. Auch der Ratinger Hof wurde für den Poison Club rasch zu klein und so wurde der Rheingoldsaal als neue Heimstätte auserwählt. Exakt 10 Jahre lang -von 1994 bis 2004- wurde hier der Sound of Poison geprägt. Der mittlerweile verstorbene Techno-Großmeister Marc Spoon spielte die Prime Time sowohl beim Opening als auch beim Closing. Künstler wie Paul van Dyk, Timo Maas, Moguai oder Thomas Schumacher residierten hier und schrieben Techno-Geschichte.

image3_winceZwischenzeitlich gab es eine Depandance in Köln, mittlerweile 15 verschiedene Poisonclub-Compilations, eigene Vinyls und Clubwear. Poison Parties tourten bereits durch Clubs wie dem Tempel in München, dem Tribehouse in Neuss, dem Unit in Hamburg und vielen mehr.

So wie Techno aus der Nische kam, so lebt es jetzt und in Zukunft auch weiter in der Nische. So hat sich der Sound of Poison nach 10 erfolgreichen Jahren vom rheingoldsaal als feste, wöchentliche Location verabschiedet und ist seit 2005 auf ausgewählten Events, in besonderen Locations und zu speziellen Terminen für die Poison Jünger zu hören. So beschallen wir regelmäßig das Edelfettwerk in Hamburg, sind jedes Jahr auf der Ruhr in Love zu hören und auch monatlich im Butan in Wuppertal. Seit September 2007 sind wir nun mit einigen Poison Club Parties, wie dem Familienfest endlich wieder zurück in den neu gestalteten heiligen Hallen des Rheingolds.